Die Geschichte des Vereins

Der Ursprung der Union Inzing reicht in das Jahr 1928 zurück, ist sie doch aus dem in diesem Jahr gegründeten „Christlich Deutschen Turnverein“ hervorgegangen, der damals im Theatersaal des Gasthofes Wanner (Lamm) den Turnbetrieb aufnahm. Gründer und erster Obmann dieser aus der Vereinigung „Jugendhilfe Inzing“ hervorgegangenen Sportvereines war Pfarrer Jakob Schreyer. Als Übungsstätten dienten der Gemeindeschuppen südlich der alten Volksschule und der erwähnte Theatersaal. In den Jahren 1930 und 1931 wurde das heute noch bestehende Jugendheim errichtet.

1932 Einweihung des Jugendheimes, das nach damaligen Verhältnissen auch eine moderne und gut eingerichtete Turnhalle beherbergte. 1940 wurde das Jugendheim zu Gunsten der NSDAP eingezogen und stand vorwiegend der Hitlerjugend zur Verfügung. Nach der Rückstellung nach dem 2. Weltkrieg an die ehemaligen Besitzer „Jugendhilfe Inzing“ überließ Pfarrer Schreyer der TSU die Turnhalle zur kostenlosen Benützung. 

Der neu gegründete Verein huldigte damals überwiegend den Turnbetrieb, wobei die  Leistungen von Karl Mariner, Hermann Deutschmann, Franz Ziegler und Toni Terza besonders hervorgehoben werden müssen. Aber auch die Gebrüder Schorsch, Hans und Toni Hurmann, als auch Ludwig Wanner, Pepi und Albert Ziegler, Toni Deutschmann, sowie Toni Kranebitter, Heinz Feilmayr, Ernst Walcher, Josef Saxer und Heinz Kneissl gehörten zum Stammkader der leistungsstarken Turnerriege. Es gab aber auch schon eine rund 15 Damen starke weibliche Riege, die vor allem dem Gymnastiksport ausübte. Genannt seien davon Hanni und Gretl Hurmann, Frieda Draxl, Paula und Toni Gollner, Klara Wippler, Ida und Zita Lederle, Anna und Midl Kranebitter sowie Anna Ziegler und einige andere mehr. 

In zahlreichen Vergleichswettkämpfen zwischen 1934 – 38 mit anderen Turnvereinen wie Innsbruck, Hall, Schwaz, Telfs usw. konnten die Inzinger Turner schöne Erfolge verbuchen. Besonders zu erwähnen ist der Inzinger Paradeturner Hermann Deutschmann (Grill), der beim Österr. Gauturnfest in Linz den 2. Platz erringen konnte. Aber auch der Jugendarbeit wurde viel Aufmerksamkeit gewidmet. Die Turnhalle und der Sportverein waren das zweite Zuhause eines Teiles der Inzinger Jugend. Nach der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus im März 1938 wurde der Verein amtlich aufgelöst, alle Unterlagen vernichtet und das Vereinsvermögen beschlagnahmt. Von 1938 bis 1946 gab es so gut wie keinen geregelten Turnbetrieb in Inzing. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurden von Hans Hurmann und Karl Oberthanner bereits im Herbst 1945 die ersten Aktivitäten für einen Neubeginn des Sportbetriebes in Inzing unternommen. Im Sommer 1946 war dann die erste Veranstaltung, ein Schauturnen unter Mitwirkung der Herrenriege der Turnerschaft Innsbruck, der noch im Herbst ein siegreicher Vergleichskampf mit der Turnerschaft Kufstein folgte. Im selben Jahr wurde die österreichische Turn- und Sportunion gegründet und TSU Inzing ist damit Gründungsmitglied. Die neuen Statuten dieser Sportvereinigung wurden jedoch erst im  Jahre 1947 von der Vereinsbehörde genehmigt. Im Sommer 1947 fand am „Blasiger Anger“ in der Bahnstraße ein großes Turnfest mit Schauturnern statt. Dies war die letzte große turnerische Veranstaltung in Inzing, denn die neu gegründete TSU Inzing wandte sich zusehends auch anderen Sportarten zu. In der Leichtathletik kann man die zwei Veranstaltungen zur Erlangung des Jugendleistungsabzeichens und die Geländeläufe sowie den offenen Staffellauf durch Inzing erwähnen. Die erste Wintersportveranstaltung waren im Jänner 1946 das Christophorus-Rodelrennen und später der legendäre Archbrandlauf der Schifahrer. 

In den folgenden Jahren erlebte die TSU Inzing einen nie erwarteten Aufschwung. Es wurden regelmäßige Übungsstunden und Wettkämpfe der Turner durchgeführt, die Tischtennisspieler nahmen an Meisterschaften und die Skisportler starteten bei Bezirks- und Landesmeisterschaften. Inzings Rodler waren besonders weit bekannt und stellten mit Georg und Ewald Mariner Österreichische Meister. Ein weiterer Meilenstein für die Entwicklung des Sportes in Inzing war auch der Bau der Hauptschule mit den Turnhallen, in denen nun die Vereine kostenlos ihren Trainings- und Wettkampfbetrieb durchführen konnten. Dies führte auch zur Gründung neuer Sektionen, und entsprechender weiterer sportlichen Aktivitäten.

Durch die stets sehr positive Einstellung der Gemeinde Inzing zum Sport konnten den Sektionen neben der unentgeltlichen Hallenbenützung, auch Sportanlagen zur Verfügung gestellt werden. In guter Zusammenarbeit der Vereine mit der Gemeinde, sowie durch viele Eigeninitiativen, beginnend von der Planung, der Ausschreibung, dem Arbeitseinsatz von tausenden Arbeitsstunden und der Beschaffung von Fördermittel bis zum Privatkredit mit persönlicher Haftung wurden so in den vergangen Jahrzehnten in Inzing von den einzelnen Sektionen zahlreiche Sportanlagen samt Nebengebäuden errichtet wie: Stocksportanlage samt Gebäude, Rodelbahn mit Start und Zielhaus, Fußballplatz mit Tribünen und Gesellschaftsraum, Umkleide- und Duschräume für 4 Mannschaften mit WC, Schiedsrichter und Abstellraum, Tennisanlage mit 4 Hartplätzen, Trainingswand, Wettkampfbüro, Umkleidekabine und Duschräume, Gesellschafts- und Lagerraum. 

Die Obmänner/Obfrauen der SU Inzing seit 1947: 

Karl Mariner

Ing. Friedl Hirschberger

Ing. Walter Neuner

Johann Wanner (Ehrenobmann)

Ludwig Wanner (Ehrenobmann)

Herbert Gassler

Erwin Öttl

Ing. Werner Walch

Walter Melauner

Dr. Peter Scheiber 

Martin Haselwanter

Ines Rapposch

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